Was ist Pilates?

Dein Weg zu einem straffen und fitten Körper

Viele Trainingsprogramme tauchen ebenso schnell wieder in der Versenkung ab, wie sie gekommen sind. Nicht so Pilates. Die Erfolgsstory des nach Joseph H. Pilates benannten Trainings hat bereits Ende des 19. Jahrhunderts begonnen und hält bis heute an. Sogar viele Hollywood-Stars schwören auf das ganzheitliche Training. Doch Pilates ist kein exklusives Training für die oberen Zehntausend. Es ist für alle da.

Hier erfährst Du, welche Vorteile Pilates Dir bringt und wie Du es am besten erlernen und üben kannst. Damit Du danach gleich in die Praxis einsteigen kannst, gibt es einige Pilates Übungen für Einsteiger beziehungsweise zum Aufwärmen dazu. So wirst auch Du bald spüren, was Joseph H. Pilates allen Übenden mit auf den Weg gegeben hat:

“Nach 10 Stunden fühlen Sie den Unterschied, nach 20 Stunden sehen Sie den Unterschied und nach 30 Stunden haben Sie einen neuen Körper.”

Pilates ist also ein Trendsport mit wachsender Beliebtheit. Vielleicht genau das richtige für Dich? Finde es auf unserer Seite heraus!

Ziel ist die Mobilisierung und Kräftigung Deines Bewegungsapparates, aber auch das Schaffen einer Ausgeglichenheit zwischen Körper und Geist. Komplette Muskelpartien werden gezielt angesprochen und dadurch gelockert und gestärkt. Das alte Muster von Fehlhaltungen wird zusehends durch die neue, korrigierte Körperhaltung überschrieben. Dabei ist das Training vergleichsweise einfach gehalten. Ein Ziel ist die bestmögliche Verbesserung Deiner Fitness bei minimalem Trainingsaufwand.

Vorteile von Pilates

  • Stärkung der Körpermitte
  • Muskulatur wird gestrafft
  • Verbesserung der Körperhaltung
  • Bessere Körperwahrnehmung und Konzentration
  • Mehr Gelenkstabilität
  • Sanftes Training, sehr geringes Verletzungsrisiko
  • Ideal für die Reha oder nach Operationen
  • Stoffwechsel wird langfristig verbessert
  • Reduziert Stress und schafft Ausgeglichenheit
  • als Ergänzungstraining für andere Sportarten geeignet

Sanftes Training für eine bessere Körperhaltung

Die Übungen basieren auf konzentrierten, fließenden Bewegungen und sind besonders für Anfänger leicht zu erlernen. Durch die schonend ausgeführten Übungen eignet sich Pilates-Training auch zum Reha-Sport. Dein Verletzungsrisiko ist sehr gering und Deine Gelenke werden geschont. Pilates ist damit ideal, um beispielsweise Rückenschmerzen durch Bewegungsmangel und Fehlhaltungen in den Griff zu bekommen.

Pilates verbessert Deine gesamte Körperhaltung, da Deine Muskeln nicht isoliert trainiert, sondern immer ganze Muskelketten angesprochen werden. So wird auch die oft vernachlässigte Tiefenmuskulatur des Rückens, des Rumpfes und des Beckens mit einbezogen. Durch ein solches Training der Körpermitte, dem sogenannten “Powerhouse”, wirkst Du durch Pilates einfach fitter, größer, und auch schlanker. Hast Du eine stabile Körpermitte, bist Du langfristig auch weniger anfällig für Rückenschmerzen oder gar Probleme mit den Bandscheiben.

Von der Mitte ausgehend, werden nach und nach auch die weiter außen liegenden Muskeln angesprochen. Auch das Gewebe und Deine Faszien werden gestärkt und überschüssige Fettpolster abgebaut. Deine Gelenke und Bänder werden belastbarer, was Dein allgemeines Verletzungsrisiko im Alltag senkt.

Langfristig verbessert das Training Deine gesamte Figur und Ausstrahlung. Diese Tatsache wirkt sich natürlich auch positiv auf Dein Selbstvertrauen aus.

Atmung und Konzentration verbessern

Eine wichtige Rolle nimmt die richtige Atmung beim Training ein. Beim Pilates-Training wird durch die Nase ein- und durch den Mund ausgeatmet. Genau festgelegte Phasen der Ein- und Ausatmung versorgen Deinen Körper optimal mit Sauerstoff und trainieren auch das Zwerchfell. Längerfristig verbessert sich auch die Blutzirkulation in Deinem Körper. Dies hat zur Folge, dass Deine Muskeln besser mit Nährstoffen versorgt werden und sich nicht so schnell verkrampfen.

Essentiell beim Pilates-Training sind auch Fokus und Konzentration. Nur dann kannst Du die Übungen effektiv und präzise ausführen. Trainingseinheiten beginnen und enden oft mit Entspannungsphasen, die Dich auf das Workout einstimmen. Je besser Du dich konzentrierst, desto sauberer führst Du die Übungen aus. Das ist wichtig, damit Du später die neu erlernten Bewegungsmuster in den Alltag übernehmen kannst.

Für wen eignet sich Pilates?

Im Prinzip ist Pilates ein Sport, den jeder ausüben kann. Das Verletzungsrisiko ist sehr gering. Durch das sanfte Training ist ein Einstieg auch für ältere Menschen und Anfänger ohne Trainingserfahrung möglich. Die Übungen lassen sich modifizieren und steigern, sodass auch Fortgeschrittene und Profis auf ihre Kosten kommen. Wenn Du Dir unsicher bist, etwa nach Verletzungen oder Operationen, konsultiere am besten vorher einen Arzt. Sobald er Dir grünes Licht gibt, steht Deinem Workout nichts mehr im Weg.

Pilates eignet sich für:

  • ältere Menschen zur Verbesserung und Erhaltung der Mobilität
  • die Verbesserung der allgemeinen Fitness
  • Menschen, die ihre Körperhaltung verbessern möchten
  • Reha-Maßnahmen nach Verletzungen und Operationen
  • die Vorbereitung von Athleten auf intensiveres Training

Wie hoch ist die Trainingsbelastung?

Die Trainingsintensität beim Pilates richtet sich nach Deinem Können und damit dem Schwierigkeitsgrad. Anfänger trainieren beispielsweise 8-12 verschiedene Übungen bei je 4-10 Wiederholungen. Fortgeschrittene und Profis kommen hier auch mal auf 20 Übungen. In der Regel wird für etwa 60 Minuten trainiert.

Du solltest die Übungen stets sauber durchführen können. Falls das nicht mehr klappt, mache am besten eine Pause. Unsauber ausgeführte Übungen sind weitaus weniger effektiv.

Damit die Resultate nicht lange auf sich warten lassen, solltest Du Dein Workout mindestens 2x pro Woche absolvieren. Falls Du später mehr Zeit und genügend Motivation hast, kannst Du Dich auch auf 4x pro Woche steigern. Zur Wiederholung der gelernten Übungen kannst Du beispielsweise auch 15 Minuten Pilates in Deine Morgenroutine einbauen.

Pilates oder Yoga?

Beides konzentriert sich in gewisser Weise auf die Kräftigung und Dehnung der Muskulatur. Doch zwischen den beiden Sportarten gibt es durchaus Unterschiede. Vor allem bei der Art und Weise, wie die Übungen durchgeführt werden. Pilates setzt auf wiederholende, fließende Bewegungen, während die Übungen beim Yoga eher möglichst lange gehalten werden. Im Gegensatz zu Yoga werden beim Pilates-Training keine spirituellen Aspekte verfolgt. Dennoch kann Pilates bei entsprechenden Übungen durchaus Deinen Geist entspannen und Dich vom Alltagsstress befreien.

Wenn Dir ein sanftes, aber effektives und zeiteffizientes Training Deines Körpers wichtig ist, bist Du mit Pilates sehr gut bedient.

Solltest Du beim Training eher Wert auf Entspannung legen oder auch spirituelle Ziele verfolgen, wirst Du vielleicht mit Yoga glücklicher.

Mehr über die Unterschiede zwischen den beiden Trends erfährst Du in unserem separaten Beitrag hier.

Bereit loszulegen?

Bei den Vorteilen, die Dir ein Pilates-Workout bietet, ist es eigentlich schon beinahe fahrlässig, es nicht wenigstens einmal zu probieren. Allerdings gilt wie bei allen Sportarten: dranbleiben und nicht zu früh aufgeben! Bis sich Dein Körper angepasst hat, kann etwas Zeit vergehen. Doch schon bald wirst Du die positive Auswirkung auf Deinen Körper und Geist bemerken.

Durch die Einfachheit kannst Du Dein Workout überall durchführen, wo Du dich gerade aufhältst. Du brauchst nur etwas Zeit und Deine Trainingsmatte, und es kann losgehen. Wird es zu einfach, kannst Du Dich mit weiteren Geräten und Hilfsmitteln steigern, sodass Dein Training fordernd und abwechslungsreich bleibt.

Um in die Pilates-Welt rein zu schnuppern, findest Du Kurse in einem Fitnessstudio, einem Turnverein oder auch an der Volkshochschule. Möchtest Du zeitlich unabhängig zu Hause trainieren, kannst Du mit einem Pilates Online Kurs beginnen.

Hier geht es wieder hoch…
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